Besuch im Museum Hinter Aegidien: Workshop zum „langen 19. Jahrhundert“; 23.01.2026
Der Geschichtskurs von Herrn Schlesinger besuchte das Museum Hinter Aegidien in Braunschweig und nahm dort an einem Workshop zum Thema des langen 19. Jahrhunderts teil. Der Workshop beschäftigte sich mit der Zeit von 1800 bis 1914 und legte einen besonderen Fokus auf die Lebenssituationen von Jüdinnen und Juden in dieser Epoche.

Zu Beginn des Workshops arbeiteten wir in Kleingruppen an verschiedenen Themen, die jeweils einen bestimmten Zeitabschnitt zwischen 1800 und 1914 behandelten. Dazu erhielten wir unterschiedliche Materialien wie Texte und Videos. Mithilfe dieser Quellen erarbeiteten wir selbstständig, welche historischen Ereignisse in unserem Zeitraum stattfanden und welche Bedeutung diese für jüdisches Leben hatten. Dabei ging es unter anderem darum, wie und wo Juden lebten, welchen rechtlichen und gesellschaftlichen Status sie hatten und wie sich ihre Situation im Laufe der Zeit veränderte. Dieser erste Teil des Workshops diente dazu, einen groben Überblick über das lange 19. Jahrhundert zu bekommen und wichtige historische Zusammenhänge zu verstehen.

Im zweiten Teil des Workshops setzten wir uns intensiver mit der Frage auseinander, ob Jüdinnen und Juden in dieser Zeit eher integriert oder ausgeschlossen wurden. Außerdem untersuchten wir, ob diese Prozesse von den Juden selbst ausgingen oder durch äußere Einflüsse, wie Staat, Gesellschaft oder Politik, bestimmt wurden.
11er-Deutschkurs im Schlossmuseum; 23.01.2026
Die Klasse 11.2 besuchte im Rahmen des Deutschunterrichts am 22. Januar das Schlossmuseum und nahm dort an einer Führung mit anschließendem Mini-Workshop zum Thema Gotthold Ephraim Lessing und die Aufklärung teil. Dabei erhielten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in den absolutistischen Hofstaat und die gesellschaftliche Ordnung des 18. Jahrhunderts.

Diese Führung machte deutlich, welche Kritik an Macht, Standesdenken und Fürstenherrschaft zur Zeit Lessings geäußert wurde. Der Museumsbesuch ergänzt die aktuelle Lektüre von Emilia Galotti im Unterricht.
MINT-Schulfahrt im Juni nach Hamburg; 10.01.2026
MINT ist eine zusammenfassende Bezeichnung von Unterrichts- bzw. Studienfächern aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

Wir werden erstmals mit interessierten Schülerinnen und Schülern unserer Oberstufe im Juni 2026 vier Tage in Hamburg Forschungs- und Bildungseinrichtungen wie z. B. die Universität, die Sternwarte, DLR und das Mintarium rund um die Themenfelder Mathematik, Biologie, Physik, Chemie und Technik erkunden und so das Interesse für den MINT Bereich fördern.
Unsere Ehemaligen berichten; 18.12.2025
Am 18. Dezember hatten unsere ehemaligen Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, den aktuellen Oberstufenschülerinnen und -schülern ihren ganz persönlichen Weg nach der HBG vorzustellen. Verschiedene, sehr engagierte Ehemalige präsentierten dabei ihre vielfältigen Werdegänge nach dem Schulabschluss.

Vorgestellt wurden unter anderem Wege in die Elektrotechnik, eine Karriere bei den Marinefliegern, verschiedene Studiengänge an der Ostfalia (u. a. RPP – Recht, Personalmanagement und Personalpsychologie), das Lehramtsstudium, der Beruf der Rechtsanwaltsfachangestellten – aber auch bewusst ein eher chaotischer, nicht geradliniger Lebensweg, der zeigt, dass Orientierung und Erfolg ganz unterschiedlich aussehen können und genau das oft sehr realistisch ist.

Als Schule sind wir sehr froh über den engen Austausch mit unseren ehemaligen Schülerinnen und Schülern und dankbar für ihre Bereitschaft, ihre Erfahrungen und ihren Weg nach der HBG mit den jetzigen Schülerinnen und Schülern zu teilen. Diese authentischen Einblicke sind eine große Bereicherung für unsere Schulgemeinschaft.
Fachwahlbörse des 11. Jahrgangs, 18.12.2025
Am 15.12.2025 fand zum zweiten Mal die Fachwahlbörse für den 11. Jahrgang statt. Ziel der Veranstaltung war es, den Horizont der Lernenden für die Qualifikationsphase, im Rahmen der Präsentation der Unterrichtsfächer, zu öffnen.

Mit dieser Veranstaltung beginnt die Beratung zur Wahl der Schwerpunkte und Prüfungsfächer für die Jahrgänge 12 und 13. Besonders interessiert war der 11. Jahrgang an den Erfahrungen der aktuell in der Qualifikationsphase Lernenden.

So konnte ein direkter Austausch ermöglicht werden. Mit dem Beginn des Monats Februar 2026 endet diese Phase der Beratung und die finalen Wahlen finden statt.
Text und Bilder: John Dauert
Politikkurse auf erhöhtem Niveau besuchen den Landtag, 16.12.2025
Am heutigen Tag sind die Politik-Wirtschaftskurse auf erhöhtem Niveau der Jahrgänge 12 und 13 in den Landtag nach Hannover gefahren. Auf Einladung des Wolfenbütteler Landtagsabgeordneten, Jan Schröder, fand so die HBG-Gruppe gemeinsam mit Studierenden der Ostfalia zusammen, um in Anschluss an den Besuch der Plenardebatte mit Abgeordneten der Region Braunschweig zu diskutieren.

Zunächst lauschte die Gruppe dem Tagesordnungspunkt zur aktuellen Stunde zum Hebammengesetz, bevor sich die Haushaltsdebatte anschloss.

Die anschließende Diskussion umriss die Themen Mobilität, erneuerbare Energie, Zukunftsfähigkeit von Frauenhäusern und der Semesterbeitrag an der Ostfalia. Die letzten beiden Themen wurden durch die Studierenden gesetzt.
Europäischer Austausch an der HBG: Gäste aus Korsika; 26.11.2025
Seit einigen Tagen bereichern Elena und Solal, zwei SchülerInnen aus Korsika, unseren elften Jahrgang. Für vier Wochen sind sie Teil unserer Schulgemeinschaft, wohnen in Gastfamilien und nehmen regulär am Unterricht teil.

Bereits im September waren Elina und Elias, SchülerInnen aus unserem Jahrgang 11, für vier Wochen auf Korsika und konnten dort das mediterrane Flair, das französische Schulsystem, Meer und Berge erleben. Vor allem jedoch eröffneten sich ihnen Räume für interkulturelle Lernprozesse, die weit über sprachliche Kompetenzen hinausreichen.

Ergänzt wurde der Schüleraustausch durch ein sogenanntes Job-Shadowing zweier korsischer Lehrerinnen, die vier Tage an unserer Schule verbrachten. Sie besuchten unseren Unterricht in verschiedenen Jahrgängen und Fächern, ließen sich von unseren Konzepten inspirieren und gaben gleichzeitig wertvolle Rückmeldungen aus ihrer eigenen schulischen Perspektive. Dieser Blick „mit den Augen des anderen“ war für alle Beteiligten bereichernd und eröffnete neue Chancen, bestehende Ansätze weiterzuentwickeln.
Exkursion des Biologie-Leistungskurses ins Schülerlabor des Julius-Kühn-Instituts; 13.11.2025
Am 06.11.2025 besuchte der Biologie-Leistungskurs des 12. Jahrgangs das Schülerlabor des Julius-Kühn-Instituts. Unter dem Titel „Wurmwelten unter uns“ erhielten die Schülerinnen und Schüler einen umfassenden Einblick in die faszinierende – und häufig unterschätzte Welt der Nematoden.
Zu Beginn erläuterten Fachleute des Instituts die ökologische Bedeutung dieser winzigen, mit bloßem Auge kaum sichtbaren Fadenwürmer. Nematoden prägen die Bodenqualität, beeinflussen das Pflanzenwachstum und übernehmen wichtige Funktionen im Abbau organischer Stoffe. Gleichzeitig können bestimmte Arten erhebliche Schäden an Kulturpflanzen verursachen, wenn sie deren Wurzelsysteme befallen. Diese Vielschichtigkeit machte schnell deutlich, warum Nematoden in der landwirtschaftlichen Forschung eine so zentrale Rolle spielen.

Im praktischen Teil der Exkursion konnten die Schülerinnen und Schüler eigene Untersuchungen durchführen. Sie färbten Nematoden-Eier an, um deren Strukturen unter dem Mikroskop sichtbar zu machen, und isolierten anschließend selbst Fadenwürmer aus Bodenproben. Dabei wurden unterschiedliche Entwicklungsstadien betrachtet und typische Bewegungsmuster dieser Organismen beobachtet. Für viele Teilnehmende war besonders eindrucksvoll, wie vielfältig und aktiv die vermeintlich „unsichtbare“ Bodenfauna ist.
Die Exkursion verdeutlichte eindrucksvoll, wie komplex und empfindlich das Ökosystem Boden aufgebaut ist. Was häufig als einfache Erde wahrgenommen wird, entpuppte sich als lebendiger Mikrokosmos mit enormer Bedeutung für Landwirtschaft, Biodiversität und ökologische Kreisläufe.
Das Julius-Kühn-Institut ermöglichte dem Kurs einen abwechslungsreichen und lehrreichen Tag, der weit über den regulären Unterricht hinaus wertvolle Einblicke in biologische Forschung bot. Mit neuen Erkenntnissen und spannenden Eindrücken kehrte der Kurs an die Schule zurück – und betrachtet den Boden unter den eigenen Füßen nun mit deutlich geschärftem Blick.
Text und Bilder: Laura Höppner
Exkursion ins Ökodorf Sieben Linden; 23.10.2025
Im Rahmen unseres Projekts zum nachhaltigen Leben besuchten wir das Ökodorf Sieben Linden in Sachsen-Anhalt. Dort bekamen wir einen spannenden Einblick, wie ein Leben mit der Natur aussehen kann, das gemeinschaftlich geteilt wird.

Zum Einstieg nahmen wir an einer Führung durch das Dorf teil. Dabei konnten wir die verschiedenen ökologischen Lehm-Häuser, Gärten und Alpakas bestaunen. Besonders beeindruckend war, wie vielseitig und liebevoll Alles gestaltet ist. Ein Highlight war der Lehm-Workshop, bei dem wir sogar mit Händen und Füßen, Lehm anfertigen durften und anschließend verschieden Bauweisen selber ausprobieren konnten. Dabei wurde uns schnell klar, wie umweltfreundlich Bauen mit natürlichen Rohstoffen sein kann, denn es wurden nur natürliche Stoffe für den Hausbau genutzt.

Auch die Soziokratie, ein besonderes Organisationsmodell, das im Dorf für gemeinschaftliche Entscheidungen genutzt wird, lernten wir in einem Seminar kennen. Durch praktische Übungen erfuhren wir, wie Kommunikation auf Augenhöhe und gemeinsame Verantwortung in einer großen Gemeinschaft funktionieren können.
Am Abend hatten wir dann viel Spaß in der „Transzendierbar“, einem gemütlichen Treffpunkt im Dorf, gehabt. Bei Musik, einem Kicker und Gesprächen ließen wir den Tag gemeinsam mit Jugendlichen aus dem Dorf ausklingen. Ein Abend voller Lachen und guter Stimmung. Die Bewohner nennen diese Bar auch Kneipe, in der sie ihren Abend verbringen. Außerdem haben sie einen Teich und eine Sauna.
Diese ganzen Erlebnisse in den 1,5 Tagen haben uns positiv überrascht und wir würden es jedem weiterempfehlen, der sich mit diesem Thema auseinandersetzen möchte. Wir bedanken uns auch beim Förderverein der HBG, der uns finanziell unterstützt hat.
Text: Louis Schröder, Klasse: 12.3; Bilder: Annette Feldmann
Diese Schule ist eine Bildungseinrichtung des Landkreises Wolfenbüttel