Menschenbildung ist das Ziel. - H. Breymann

Pädagogisches Konzept für den Ganztagsbetrieb der Henriette-Breymann-Gesamtschule Wolfenbüttel

Die HBG ist eine teilgebundene Ganztagsschule mit ganztägigen Unterrichts- und Freizeitangeboten an vier Tagen der vollen Unterrichtswoche. Dabei bieten wir den Schülerinnen und Schülern dienstags und donnerstags verpflichtenden ganztägigen Unterricht und montags und mittwochs außerschulische Angebote in Form von KUS (Kultur-Umwelt-Sport) am Nachmittag an.

Die Schule bietet ihren Schülerinnen und Schülern den Erfahrungsraum und die Gestaltungsfreiheit, die zur Erfüllung des Bildungsauftrags des Niedersächsischen Schulgesetzes erforderlich sind. Sie möchte ihren Schülerinnen und Schülern so die Fähigkeit zu einem eigenverantwortlich geführten Leben vermitteln. Dazu gehören insbesondere die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung und der sozialen Fähigkeiten, die Herausbildung eines aktiven Freizeitverhaltens und die Vorbereitung des Übergangs in eine berufliche Tätigkeit oder eine weiterführende schulische Ausbildung.

Die Stundenplangestaltung unterliegt im Rahmen der teilgebundenen Ganztagsschule einer Rhythmisierung, die den Schülerinnen und Schülern einen angemessenen Wechsel von Arbeits- und Entspannungsphasen ermöglicht.

Der Unterricht beginnt um 7.40 Uhr. Die Schul- und Klassenräume sind ab 7.15 Uhr geöffnet, um den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, den Schultagesbeginn individuell zu gestalten. Die folgenden Unterrichtsstunden sind aus lernpsychologischen Gründen in Blöcke zu je 80 Minuten zusammengefasst. Zwischen diesen Blöcken liegen große Pausen, die genug Zeit zur aktiven Entspannung bieten. Mit der sich ebenfalls im Schulgebäude befindlichen Lessing-Realschule, die in den ersten Jahren der IGS noch weiter besteht, wurde bei der Festlegung der Unterrichtszeiten eine weitgehende Harmonisierung angestrebt.

Am Montag beginnt der Unterricht mit einer Stunde bei einer/m der beiden Tutoren, die Woche endet am Freitag mit einer Klassenratsstunde (vgl. Stundenverteilung). Die gesamte Schulgemeinschaft trifft sich wöchentlich zum Wochenabschluss beim Kultur-vor-Mittag, der Zeit zur Präsentation von Projektergebnissen oder künstlerischen Beiträgen und zur öffentlichen Anerkennung besondere Leistungen bietet.

Die Schülerinnen und Schüler haben durch vier im Stundenplan verankerte so genannte Freiarbeitsstunden die Möglichkeit, Aufgaben verschiedener Fächer in Form von Wochenplänen zu bearbeiten. Dabei wird inhaltlich und auch zeitlich auf alle Fächer gemäß Erlass Bezug genommen. Während dieser Stunden steht den Schülerinnen und Schülern eine Lehrkraft zur Beratung zur Seite. Sowohl Selbst- als auch gegenseitige Schülerkontrolle, eine Kontrolle durch die Fachlehrkraft nach Ablauf der Woche oder eine Präsentation gewährleisten eine Überprüfung der Ergebnisse. Für Vokabelarbeit, Recherchen für Referate, Vorbereitung von Klassenarbeiten, umfassende Lektüren usw. erhalten die Schülerinnen und Schüler von der Fachlehrkraft Lerntipps und Organisationshinweise für die Arbeit zu Hause und Unterstützung während der Freiarbeits-Stunden. Zusätzlich erhalten die Schülerinnen und Schüler in einer Förder- und Forderstunde Gelegenheit erworbene Kenntnisse gezielt zu üben und zu vertiefen.
Je älter die Schülerinnen und Schüler und je umfangreicher und anspruchsvoller die Aufgaben werden, umso mehr arbeiten die Schülerinnen und Schüler auch zu Hause.Die notwendige Beratung dazu erfolgt ebenfalls in den Freiarbeitsstunden.

Die 60-minütige Mittagspause bietet Gelegenheit für soziales Leben und intensive Kommunikation. Spiel und Erholung, Freiluftaktivitäten und Rückzugsmöglichkeiten werden für diesen Zeitraum angeboten. Es ist wünschenswert, für diesen Bereich sowohl eine Sozialpädagogin und einen Sozialpädagogen zur Verfügung zu haben, als auch durch Kooperationsverträge oder Elternmitarbeit verschiedene Aktivitäten zu ermöglichen (Turnhalle, Bibliothek, Kreativangebote...).

Die gemeinsame Mahlzeit stellt das Hauptelement der Mittagspause dar. Kinder brauchen ein gesundes, ausgewogenes Essen, um einen Schultag, der bis 14.40 Uhr dauert, erfolgreich zu bewältigen.
Die Schülerinnen und Schüler essen mit ihrer Tutorin bzw. ihrem Tutor klassenweise (im Schichtbetrieb) gemeinsam in der noch zu errichtenden Mensa.

Die Schülerinnen und Schüler haben entsprechend unseres Rhythmisierungskonzeptes an zwei Nachmittagen der Unterrichtswoche Fachunterricht.
An den beiden anderen Nachmittagen wird der Klassenunterricht zugunsten des klassen- und jahrgangübergreifenden Lernangebots „KUS“ aufgelöst. In verschiedenen Werkstätten treffen sich Schüler und Schülerinnen mit ähnlichen Interessen, um sich mit den verschiedenen Erscheinungsformen von Kultur, Umwelt und Sport auseinanderzusetzen (Plattdeutsch, Theater, Imkerei, Chor,…). geleitet werden die KUSse von Lehrkräften, die Spezialisten in ihrem Gebiet sind, die also von ihrem Fachgebieet begeistert sind und daher am besten begeistern können.

Wir begreifen das KUS-Band als ein alternatives Lernfeld, in dem die Schülerinnen und Schüler nicht nur an neue Inhalte als Anregung für die Freizeitgestaltung herangeführt werden, sondern in denen sie auch in ihren unterschiedlichen Begabungen und Interessen systematisch gefördert werden sollen. Schülerinnen und Schüler engagieren sich damit auch für ein gemeinsam gestaltetes Schulleben (Schulgarten, Schulsanitäter, Konfliktlotsen...).

Dieser Anspruch hat Konsequenzen für die Organisation des KUS-Bereiches und die pädagogische Begleitung durch die Lehrkräfte:

- Jede Schülerin und jeder Schüler verpflichtet sich für ein Jahr zur Teilnahme, ein Wechsel bzw. Ausscheiden ist nur in begründeten Fällen in Absprache mit den Eltern, den Tutorinnen bzw. Tutoren und den KUS-Verantwortlichen möglich.
- In allen KUSsen ist eine kontinuierliche Mitarbeit über mehrere Jahre erwünscht. Kinder, die schon in einem KUS sind, werden bei Wiederanwahl bevorzugt aufgenommen.
- Die Anwahl erfolgt in Absprache mit den Eltern und Tutorinnen bzw. Tutoren.

Zum Abschluss der Schulwoche und bei besonderen Anlässen erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der die Möglichkeit, sich und ihr Können zu präsentieren.
Die Schülerinnen und Schüler erleben so eine besondere Wertschätzung ihrer Arbeit in diesem freiwilligen Lernfeld.

Mehrmals im Schuljahr wird das übliche Zeitschema durch Projektphasen durchbrochen. Dabei wird der Fachunterricht teilweise oder vollständig aufgelöst. Schülerinnen und Schüler arbeiten selbstständig an gewählten Themen. Geeignete außerschulische Lernorte (Theater, Phaeno, Autostadt, Beratungsstellen, ... ) werden in die Projekte einbezogen.↵ Schulfeste und Schulfeiern runden das Schulleben ab.

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