Menschenbildung ist das Ziel. - H. Breymann

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19.12.2017 - FB MINT - 5000€ Förderung für das neue MINT-Projekt „Automation und Robotik“

Unter der Zielsetzung junge Menschen für „MINT“ (Mathematik – Informatik – Naturwissenschaften – Technik) zu begeistern und ihnen berufliche Perspektiven in diesem Bereich aufzuzeigen, haben wir im Rahmen unseres neu konzipierten fächerübergreifenden Wahlpflichtkurs „MINT“ das zukunftsorientierte Unterrichtsprojekt „Automation & Robotik“ entwickelt.

Durch ihre Förderung in Höhe von insgesamt 5000€ unterstützen die Stiftung NiedersachsenMetall, das Elektrounternehmen Falk & Janke aus Wolfenbüttel, die Braunschweigische Maschinenbauanstalt AG und der Förderverein der HBG den weiteren Ausbau dieses Unterrichtsprojekts, dass die so genannten „MINT-Fächer“ in den Jahrgängen 9 bis 10 stärken soll.

Ausgangslage dieser Projektinitiative ist einerseits der Bezug zur aktuellen Lebenssituation der Schülerinnen und Schüler, in der sie aufgrund des hohen und weiter steigenden Automatisierungsgrades der Gesellschaft täglich mit den Auswirkungen der Automation (Ampelanlagen, Temperaturregelungen, Einparkhilfen, etc.) konfrontiert werden, durch die hohen Theorieanteile im Fachunterricht („Theorielastigkeit“) aber eine negative Grundeinstellung zu den Unterrichtsfächern Technik & Physik entwickeln können . Dies führt zum Desinteresse an entsprechenden Berufen seitens der Schülerinnen und Schüler und letztendlich zu einem dramatischen Nachwuchsmangel in technischen Berufen (z. B. Industriemechaniker) und Berufen der Ingenieurswissenschaften (z. B. Maschinenbau).

Anderseits spielte natürlich auch die zukünftige Lebenssituation unserer Schülerinnen und Schüler eine maßgebliche Rolle. Weil jede moderne Industriegesellschaft auf den Einsatz von Automatisierungstechnik ausgerichtet ist, werden unsere Schülerinnen und Schüler in ihrer zukünftigen Lebenssituation als Erwerbstätige zwangsläufig vermehrt mit Formen der Automation am Arbeitsplatz konfrontiert werden. Darüber hinaus kann festgestellt werden, dass Robotik ein Bereich ist, der vielseitige Anwendungen bietet. Neben Informatik-Grundlagen wird in der Robotik auch Wissen aus der Elektrotechnik, dem Maschinenbau und der dazugehörigen Mathematik benötigt (kurz: MINT-Kompetenz). Daher ist die Robotik besonders geeignet, Schülerinnen und Schüler interdisziplinär an wissenschaftliche Fragestellungen des naturwissenschaftlich-technischen Bereichs heranzuführen und diese praktisch umzusetzen.

Ausgehend von diesen Prämissen verfolgt unser Projekt die Zielsetzung, unsere Schülerinnen und Schüler durch die sehr enge Verzahnung der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) gepaart mit einem hohen Praxisanteil zu einer positiven

Grundeinstellung zu den Fächern Technik und Physik zu führen, um bei ihnen frühzeitig ein Verständnis für moderne Technik und Technologien herauszubilden. Außerdem soll sich infolge der Teilnahme an diesem Projekt das Interesse der Schülerinnen und Schüler an einem technischen oder ingenieurswissenschaftlichen Beruf steigern, was wiederum dem dramatischen Nachwuchsmangel in technischen Berufen (z. B. Industriemechaniker) und Berufen der Ingenieurswissenschaften (z. B. Maschinenbau) in der Region Wolfenbüttel/Braunschweig/Salzgitter entgegenwirken soll.

Um mit diesen Investitionen möglichst viele Schülerinnen und Schüler gemäß ihrer Befähigung anzusprechen, ist unser Projekt als verpflichtendes Modul „Automation und Robotik“ im Wahlpflichtkurs des 9./10. Jahrgang angesiedelt. In diesem Modul werden die Schülerinnen und Schüler verschiedene Funktionsmodelle des Fischertechnik „Robotics: TXT-DiscoverySet“ entwerfen, programmieren und erproben. Dabei sollen die Schülerinnen und Schüler am Ende des Moduls in der Lage sein, einen Roboter softwarebasiert zu steuern. Hierbei ist der Unterricht aufgrund der Heterogenität der Schülerinnen und Schüler so aufgebaut, dass sie einerseits immer im Team, andererseits in ihrem sehr individuellen Arbeitstempo arbeiten können. Um dies zu gewährleisten, arbeitet jedes Team mit einem „eigenen“ FT-Robotics-Bausatz und einem Notebook. In der Erarbeitungsphase können die Teams dabei selbst entscheiden, ob sie im Rahmen der jeweiligen Aufgabe (Protokoll) nur die „Basisanforderungen“ oder freiwillig und zusätzlich die „erweiterten Anforderungen“ selbstständig bearbeiten. Der Unterricht findet daher i.d.R. in einer Art Wochenplanarbeit statt. Um die sehr hohe Praxisorientierung in der Erkenntnisgewinnung zu gewährleisten, wurde die Teilnehmerzahl eines Kurses auf max. 16 begrenzt. Da auch in der Erarbeitung die „Digitalisierung“ von zentraler Bedeutung ist, wird im Rahmen des Moduls „Automation und Robotik“ auf traditionelle Mitschriften oder Mappenführung verzichtet. Die Schülerinnen und Schüler greifen über das Aufgaben-Modul unseres Intranetzes „I-Serv“ auf den jeweiligen Aufgabenstellen zurück und geben diese nach Bearbeitung rein digital ab. Außerdem steht im Projekt die sachgerechte Nutzung der benötigten Soft- (RoboPro, MS Office, MS Windows, etc.) und Hardware (FT-Robotics-Bausatz, Interface, Notebook) im Mittelpunkt des Unterrichts.

Abschließend möchte ich mich im Namen der Schülerinnen und Schüler der Henriette-Breymann-Gesamtschule bei der Stiftung NiedersachsenMetall, dem Elektrounternehmen Falk & Janke aus Wolfenbüttel, der Braunschweigische Maschinenbauanstalt AG und dem Förderverein der HBG, für die umfangreiche Unterstützung unseres Robotik-Projekts ausdrücklich bedanken.

Sven Müller

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Ravensberger Straße 19
38304 Wolfenbüttel

Telefon: 05331-9844930
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