Menschenbildung ist das Ziel. - H. Breymann

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Klasse 5.5 taucht ab in eine fantastische Unterwasserwelt; 01.07.2026

Wie erschafft man eigentlich einen Raum, der Besucherinnen und Besucher für einen Moment vergessen lässt, wo sie sich befinden? Genau dieser Herausforderung stellte sich die Klasse 5.5 im Kunstunterricht. Das Ziel: Wer die Installation betritt, soll sich fühlen, als tauche er direkt in eine geheimnisvolle Unterwasserwelt ein – voller Fantasie, Farben und überraschender Details.

Mit dieser Challenge begann vor acht Wochen die Reise der Klasse 5.5 – oder besser gesagt: der Tauchgang in ein Projekt, dessen Ausgang zunächst völlig offen war. Bevor der erste Meeresbewohner Gestalt annahm oder das erste Schiffswrack gebaut wurde, mussten die Schülerinnen und Schüler zunächst ihren eigenen Weg finden. Wie sieht eine fantastische Unterwasserwelt aus, die es so noch nicht gibt? Welche Ideen lassen sich zu einem stimmigen Ganzen verbinden? Welche Materialien eignen sich für schwebende Luftblasen oder versunkene Städte? Und wie entsteht aus vielen Einzelarbeiten eine begehbare Rauminstallation? Auf diese Fragen gab es keine vorgegebenen Lösungen.

Statt Schritt-für-Schritt-Anleitungen zu folgen, übernahmen die Schülerinnen und Schüler Verantwortung für ihre künstlerische Vision. Sie recherchierten, entwickelten Entwürfe, planten Arbeitsschritte, organisierten Materialien und trafen Entscheidungen. Dabei zeigte sich schnell, dass kreative Prozesse selten geradlinig verlaufen. Konstruktionen mussten überarbeitet, Materialien neu ausprobiert, Techniken verbessert und gemeinsame Ideen weiterentwickelt werden. Gerade in diesen Momenten waren Eigeninitiative, Ausdauer und die Bereitschaft gefragt, aus Herausforderungen und gescheiterten Experimenten neue Lösungen zu entwickeln.

Nach und nach verwandelte sich so der schwarze, zunächst völlig leere Pavillon im Kunstraum in eine geheimnisvolle Unterwasserwelt. Zwischen schillernden Seepferdchen, versunkenen Städten, alten Schiffs- und Flugzeugwracks, verborgenen Schätzen und fantasievollen Meeresbewohnern entstand ein Raum, der Besucherinnen und Besucher dazu einlädt, selbst auf Entdeckungsreise zu gehen und für einen Moment in eine andere Welt einzutauchen.

Wer die Installation betritt, entdeckt deshalb weit mehr als bunte Objekte. Die Installation erzählt davon, wie aus 28 individuellen Ideen und Persönlichkeiten eine gemeinsame Vision entstehen kann – und wie viel Vertrauen, Eigenverantwortung und Beharrlichkeit nötig sind, um eine solche Idee Wirklichkeit werden zu lassen. Kurz vor den Sommerferien öffnete die Klasse ihre Unterwasserwelt für die Schulgemeinschaft.

Vielleicht bringt das abschließende Fazit eines Schülers der 5.5 das Projekt am besten auf den Punkt: „Ich habe wirklich bis zum Schluss gedacht, dass wir das nicht schaffen und jetzt haben wir es einfach doch geschafft!“

Text und Fotos: Milena Lorenz


 

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