Blogbeiträge für den Prozess #Schule der Zukunft HBG 2035
Bericht von der 2. Community School Conference an der Leuphana Universität Lüneburg, 23.04.2026
Abschluss der Modulreihe "Schule professionell und kompetent gestalten", 16.04.2026

Die komplette Schulleitung hat im Rahmen des Prozesses #HBG 2035 von Juni 2025 bis April 2026 an einer Weiterbildung für Führungskräfte in Veränderungsprozessen teilgenommen. Die Trainerinnen waren Martina Tadli & Jane Küpper. Im Ludwig-Windthorst-Haus Lingen fand die Veranstaltung statt. Diese Themen wurden bearbeitet: Modul 1: FÜHRUNGSROLLE & SCHULSTRUKTUR, Modul 2: SCHULENTWICKLUNG & VERÄNDERUNGSPROZESSE, Modul 3: SCHULALLTAG & FÜHRUNGSGESPRÄCHE, Modul 4: TEAMS FÜHREN & AUSBLICK
2. Community School Conference an der Leuphana Universität Lüneburg; 20.03.2026

Gestern nahmen 6 Lehrende der HBG an der 2. Community School Conference an der Leuphana Universität Lüneburg teil. Die Konferenz stand unter dem Motto „Gemeinsam mehr bewegen - Kooperation als Schlüssel für wirksame Schulentwicklung“. Der didaktische Leiter, John Dauert, arbeitet seit April 2024 in der TrICo – Transformation durch Innovation und Kooperation in Communities, Themenfeld „Schulentwicklung und Leadership, mit und war in die Vorbereitung und Durchführung eingebunden. In den beiden Workshops „Lösungen finden: Offener Unterricht im Schulalltag“ und „Innovation umsetzen: Eine Wanderkonferenz zur Schulvernetzung“ konnten neue Erkenntnisse gewonnen werden, die zum einen wichtig für den Prozess #HBG 2035 und die Demokratiebildung der Schule sind. So ist u.a. eine erste Wanderkonferenz an der HBG im Herbst 2026 geplant.
Die Pinguine hospitieren an der IGS Hanstedt; 06.03.2026
Die nächste Hospitation fand am 19.Februar an der IGS Hanstedt statt. Dort hospitierten unser didaktischer Leiter Herr Dauert und Frau Stoll im Rahmen einer besonderen Hospitationsmöglichkeit für die didaktischen Leitungen der Region Niedersachsen-Ost. Die IGS Hanstedt wurde erst vor 2,5 Jahren gegründet und befindet sich aktuell noch im Gebäude der auslaufenden OBS Hanstedt. Seit einem guten halben Jahr haben sie ihre Schule und ihren Unterricht komplett verändert, indem sie das „Hanstedter Modell“ entwickelt und eingeführt haben.

Es orientiert sich konzeptionell sehr stark an der Schmetterlingspädagogik der Alemannenschule Wutöschingen. So gibt es statt normalen Klassen altersgemischte Lerngruppen von 15 Kindern aus den Jahrgängen 5-7 mit jeweils einem Lernbegleiter. Diese Lerngruppen arbeiten im Rahmen des selbstorganisierten Lernens in ihren Lernbüros an ihren eigenen Arbeitsplätzen. Wenn sie gut arbeiten, dann bekommen sie Privilegien: sie dürfen zum Beispiel auf dem Marktplatz oder in Ruheräumen arbeiten. Das SoL (selbstorganisierte Lernen) wird durch fachliche Inputphasen ergänzt. Hier wird zum Beispiel die Bruchrechnung oder die Vorgangsbeschreibung von einem Lernbegleiter in einem Inputraum eingeführt. Das SoL findet an dieser IGS bislang in den Hauptfächern Mathe, Deutsch und Englisch statt. Ergänzt wird das SoL durch das Lernen durch Erleben (LdE): hier erwerben die Schüler*innen Kompetenzen der Nebenfächer in sogenannten Clubs.

Es entspricht im Großen und Ganzen dem projektartigen Arbeiten. Eine Schülerin, die sich aktuell im 6.Jahrgang befindet, berichtete, dass sie das neue Konzept viel besser fände. Sie könne nämlich viel mehr mitentscheiden, wie ihr Schultag genau abliefe: Die Schüler*innen erstellen -im Rahmen der Vorgaben- ihren Stundenplan wöchentlich selbst und legen somit fest, was sie wann, wo, mit welchem Material und in welcher Sozialform (er)lernen wollen.
Am besten fand diese Schülerin, dass es keine gemeinsamen Unterrichtseinstiege mehr gäbe. Stattdessen kann man bei Bedarf zu Inputphasen gehen. Da würde sie viel besser zuhören, weil es sie dann ja auch wirklich interessiere. Insgesamt stellten wir fest, dass überall eine sehr angenehme (Lern-)atmosphäre zu spüren war. Dies bestätigte ebenfalls eine Lernbegleiterin, die meinte, dass ihr Job seit Einführung des Hanstedter Modells sehr viel stressfreier sei. Der Arbeitsaufwand sei zwar aufgrund der Materialerstellung noch hoch, aber die Lernbereitschaft sei bei vielen Schüler*innen deutlich gestiegen. Auch die persönlichen Coaching-Gespräche, die sie mit jedem Kind ihrer Lerngruppe wöchentlich führe, seien für alle Beteiligten sehr gewinnbringend. Für uns war es ausgesprochen spannend und interessant „live“ zu erleben, wie eine IGS mit ähnlicher Schüler*innen-Zusammensetzung wie wir die Schmetterlingspädagogik der Alemannenschule umsetzt. Im April werden weitere vier Lehrkräfte der HBG dort hospitieren – wir freuen uns jetzt schon auf ihre Eindrücke!
Text und Bilder: Andrea Stoll
Sitzungen der Prozesssteuergruppe (PSG) Dez 2025 - März 2026
In diesem Zeitraum fanden drei reguläre Sitzungen und ein intensiver Tagesworkshop statt. Die PSG steuert den Prozess und holt sich in regelmäßigen Abständen die Expertise der zuständigen Schulentwicklungsberaterin im RLSB Braunschweig ein.

Bilder: John Dauert, Anna Winkler
Die Pinguine hospitieren am Nordeecampus Wilhelmshaven; 06.03.2026
Am 10. Februar hospitierten Frau Juhls, Frau Kotschy-Denkes, Frau Bürgel und Frau Stoll am Nordseecampus Wilhelmshaven. Diese Oberschule hat vor einigen Jahren begonnen, ihren Unterricht sowie ihre gesamte Schule auf unterschiedliche Art und Weise zu öffnen. Konzeptionell haben sie sich an der Schmetterlingspädagogik der Alemannenschule Wutöschingen orientiert; inzwischen wurden bereits viele Bereiche an ihre individuellen Voraussetzungen und Bedürfnisse angepasst. Wilhelmshaven-Süd gilt nämlich als „Brennpunkt“-Gebiet, was selbstredend eine besondere Herausforderung bei offenen Konzepten darstellt.

Das konsequente Einhalten und Durchsetzen aller notwendigen und vereinbarten Regeln ist zum Beispiel eine Grundvoraussetzung für den Erfolg, so berichteten die beiden Schulleiter. Das Kollegium müsse unbedingt gemeinsam handeln und „an einem Strang ziehen“.
Besonders beeindruckend waren die spürbar sehr entspannte Atmosphäre und das sehr höfliche und freundliche Verhalten der Schüler*innen auch uns Hospitierenden gegenüber. Es lief alles sehr geregelt und organisiert ab – keine Spur von Chaos oder Ähnlichem. Der erste Eindruck von dieser besonderen Form der Öffnung war ein wirklich Mut machender – wir hatten gleich ganz viele Ideen, was wir wie vielleicht an der HBG umsetzen könnten: Graduierungssysteme, individualisierte Lern- und Arbeitsformen, unterschiedlich gestaltete Lern- und Arbeitsräume, Hausschuhe für alle…
Wir sind gespannt auf weitere Erfahrungsberichte!
Bilder und Text: Andrea Stoll
Netzwerk Schule im Aufbruch; 30.01.2026
Die HBG ist ab sofort Mitglied im Netzwerk Schule im Aufbruch e. V.!

Wir können uns dort mit Schulen vernetzen, Fortbildungen nutzen und auf Material zugreifen.
Gemeinsam werden wir die Zukunft unseres Bildungssystems mitgestalten und den Wandel im deutschen Schulsystem voranbringen.
Vortrag an der Leuphana Universität Lüneburg; 25.11.2025
Jacqueline Tümler und John Dauert haben gestern Nachmittag im Rahmen des öffentlichen Seminars "Was ist eine gute Campus- und Universitätsschule?" an der Leuphana Universität Lüneburg den Prozess "#Schule der Zukunft HBG 2035" vorgestellt. Im Anschluss wurde mit den Studierenden und Bildungsakteuren aus dem Raum Lüneburg über Stellschrauben erster Öffnungsschritte in der Schule diskutiert. Erste Rückmeldungen seitens der Studierenden werden Eingang in die Weiterentwicklung des von Frau Lokaj und Tümlers entwickelten Logbuchs finden, welches das neue Sitzkonzept mit Graduierungssystem flankiert.
Die Pinguine gehen auf Reisen; 12.11.2025
Im Zusammenhang mit dem Projekt "#Schule der Zukunft HBG 2035“ werden vermehrt Mitglieder der Schulgemeinschaft auf Reisen gehen und sich andere Konzepte anschauen, zudem ein Netzwerk aufbauen und sich so den Prozess einbringen. Die Schulleitung hat sich entschieden, eine Fortbildung mit vier Modulen zum Thema „Schule professionell und kompetent gestalten“ zu besuchen und so den eigenen Prozessweg zu organisieren. Im Juni 2025 fand das erste Modul mit dem Schwerpunkt FÜHRUNGSROLLE & SCHULSTRUKTUR“ statt. Diesem folgte im November das zweite Modul mit den Inhalten „SCHULENTWICKLUNG & VERÄNDERUNGSPROZESSE“. Im Frühjahr 2026 folgen noch die Module 3 „SCHULALLTAG & FÜHRUNGSGESPRÄCHE“ und 4 „TEAMS FÜHREN, AUSBLICK & WEITERFÜHRENDE SCHRITTE“. Der Pinguin ist natürlich auch immer dabei.
Bericht von der Communicorn Konferenz "Was, wenn wir den Wandel gemeinsam gestalten" am 16./17.09.2025 an der Leuphana Lüneburg; 21.10.2025
(Klick auf das Bild, um das Video zu starten)
Neue Arbeitsplätze für Lernende; 09.10.2025
Am heutigen Donnerstag trafen 6 Cubes der Firma Kinderzimmer aus Hamburg in der HBG ein. Carola Kotschy-Denkes und Lars Hornschuch, beide Lehrende der Schule, holten die neuen Arbeitsplätze für Lernende mit dem Transporter der CGLS ab und verbrachten sie an unsere Schule. Unser ausdrücklicher Dank gilt Herrn Benny Seidel von der Firma Kinderzimmer, welcher die Cubes kostenfrei zur Verfügung stellte. Kinderzimmer ist mit über 40 Standorten der drittgrößte Kita-Träger der Stadt Hamburg. Die Beschaffung findet im Zusammenhang des Projekts „Schule der Zukunft - HBG 2035“ statt, wonach die Lernenden verstärkt individuell am eigenen Kompetenzzuwachs arbeiten. Die beleuchteten Cubes bieten dafür ideale Möglichkeiten, fokussiert an einem attraktiven Arbeitsplatz zu lernen.
(Klick auf das Logo Kinderzimmer für mehr Informationen)
HBG startet den Prozess "2035"; 05.09.2025
Am 3. und 4. September 2025 stand die Henriette-Breymann-Gesamtschule ganz im Zeichen der kommenden Jahre: In einer zweitägigen internen Fortbildung setzte das Kollegium den Startschuss für den Prozess „2035“. Ziel ist es, den Unterricht Schritt für Schritt zu öffnen und die HBG bis dahin als moderne, lebensnahe und zukunftsorientierte Schule weiterzuentwickeln.
Ein öffentlicher Impuls mit Strahlkraft
Den Auftakt begleitete am Abend des 3. September ein öffentlicher Vortrag von Prof. Dr. Olaf-Axel Burow. Der renommierte Bildungsforscher nahm die Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf eine inspirierende Reise in die „Schule von morgen“.
Sein zentrales Anliegen: Schulen müssen Antworten auf eine Welt finden, die sich in rasantem Tempo verändert – voller neuer Möglichkeiten, aber auch geprägt von Unsicherheiten und Widersprüchen. Sie dürfen nicht im Alten verharren, sondern brauchen Resilienz, klare Visionen und den Mut, Neues zu wagen.






Diese Schule ist eine Bildungseinrichtung des Landkreises Wolfenbüttel